Kardiologe Dr. Fokko de Haan wechselt in den Ruhestand.

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Nach 35 Jahren als niedergelassener Arzt übergibt er seine Praxisstelle.

Als Dr. Fokko de Haan 1983 seine Praxis an der Bergstraße in der Innenstadt eröffnete, war er der erste und einzige niedergelassene Kardiologe in der Klingenstadt. „Damals ging man nicht davon aus, dass man dieses Fachgebiet in einer niedergelassenen Praxis braucht“, erinnert er sich.

Das hat sich geändert. Mittlerweile arbeiten vier Kardiologen in der Praxis, weitere gibt es in der Innenstadt und in Ohligs. „In Sachen Betreuung von Herzpatienten ist Solingen gut aufgestellt“, ist Dr. Fokko de Haan zufrieden. Das erleichtert ihm den Schritt, zum Beginn des nächsten Jahres in den Ruhestand zu gehen.

Ganz aufhören wird der 69-jährige bekannte Mediziner allerdings nicht. Seine Kollegen Dr. Stefan Redlin, Dr. Julius Rath und Dr. Stefanie Evers wird er weiter als Vertretung zur Verfügung stehen. Seine Stelle in der Praxis wird offiziell Dr. Hilmar Brinkmann aus Wuppertal übernehmen.

Dr. Fokko de Haan hat die Kardiologie in Solingen weit vorangebracht. Er hat die enge Kooperation mit dem Klinikum aufgebaut, wo er von 1997 bis 2016 Herzkatheter-Behandlungen durchgeführt hat. In der St. Lukas Klinik hat er Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, und auch im Krankenhaus Bethanien war er lange für die kardiologischen Patienten mitverantwortlich.

Patienten regelmäßig bei Vorträgen informiert

„Für die Patienten ist es wichtig, dass der Facharzt vernetzt ist“, erklärt er sein Engagement. Dazu gehören auch seine regelmäßigen Teilnahmen zum Thema Herz bei der ST-Veranstaltung „Forum Gesundheit“.

Aber auch neben seiner Vertretungs- und Vortragstätigkeit wird der Kardiologe in Zukunft einiges zu tun haben. „Ich werde im kommenden Jahr an fünf Wochenenden als Inselarzt in einem kleinen Krankenhaus auf Borkum tätig sein“, erzählt de Haan, der selbst aus einem kleinen Ort zwischen Emden und Leer stammt. Zudem übernimmt er die Leitung des historischen Archivs der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Düsseldorf.

Vor seiner Karriere in Solingen war Dr. Fokko de Haan, der auch eine Zulassung als Kinderkardiologe hat, ab 1978 an der Uniklinik Düsseldorf und davor am Klinikum Solingen tätig. Seit 30 Jahren lebt er mit seiner Familie – er ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder – in Solingen.

Text: Simone Theyßen-Speich, Foto: Uli Preuss, Solinger Tageblatt, 27.12.2017

 

Am Samstag, den 18.11.2017, fand in der Personalcafeteria des Klinikums das 2. Solinger Symposium der Sportmedizin statt.

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Für Joe Kelly gibt es kein Limit im Leben und im Sport

Mediziner, Sportwissenschaftler und Trainer gaben ihre Erkenntnisse an einen interessierten Kreis weiter und diskutierten mit den Teilnehmern. Der Chirurg und Sportmediziner Dr. Robert Weindl gründete im Jahr 2011 das Sportmedizinische Zentrum in Solingen. Ging es beim ersten Symposium im vorigen Jahr noch um allgemeine medizinische Fragen über den Sport, standen jetzt die sportmedizinischen Aspekte der extremen Ausdauersportler im Blickpunkt. „Es gibt wohl niemand, der besser geeignet wäre um über Extremsport zu reden, als Joey, den einige von ihnen noch als Starschnitt im Kinderzimmer hängen hatten“, sagte Dr. Weindl scherzend.
Der Sportmediziner ist gut mit Joey Kelly befreundet. Joey ist eines der jüngsten Mitglieder der singenden und musizierenden „Kelly Family“, die im Bus durch Europa zog und als Straßenmusikanten Geld einsammelte. „Ich werde heute nicht singen, aber ich kann mich noch an Auftritte in Solingen erinnern“, sagte Kelly, der im Knabenalter Schwarm der „Bravo“-lesenden jungen Mädchen war. Aber aus dem Knaben wurde ein Mann und Kelly zum Sportler. Natürlich durfte in seinem Vortrag ein Rückblick auf die Familie nicht fehlen, aber im Mittelpunkt standen seine unglaublichen Leistungen im extremen Sport. „Leben ist Bewegung“ lautet sein Motto. Er läuft gleich fünf Marathons hintereinander, absolviert in 24 Stunden den Ultraman-Triathlon, quert die Vereinigten Staaten von West nach Ost ohne einen Cent in der Tasche auf dem Fahrrad, führt eine Expedition über 400 Kilometer zum Südpol und plant einen Lauf rund um die Welt. 
„Für mich ist das ganze Leben ein Marathon“, meinte Kelly. Viele dieser Leistungen erbringt er auch im Rahmen von Spendenaktionen, mehr als eine Million Euro für den guten Zweck kamen bisher zusammen. Bei dem nächsten Programmpunkt referierte der Kardiologe Dr. Stefan Redlin über die eventuellen Probleme an Herz und Lunge bei den Ausdauersportlern. „Sport ist gesund und verlängert das Leben, aber etwa 150 Minuten Ausdauerbelastung pro Woche sind ideal für Körper und Seele“, erklärte der Kardiologe.

Text Wolfgang Günther, Foto Uli Preuss, Solinger Tageblatt, 19.11.2017

 

Was Ersthelfer im Notfall wissen sollten

„Man kann nichts falsch machen, außer man tut gar nichts!“
Dr. Stefan Redlin trainierte mit den Teilnehmern der Herzsportgruppe die Wiederbelebung bei Herzstillstand.

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